Andreas Niekler: Journalismus, Big Data, Algorithmen - Digitale Praktiken im modernen Journalismus

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Das Berufsbild für im Journalismus Tätige hat sich in den vergangenen Jahren durch die Verfügbarkeit großer digitaler Datenmengen signifikant weiterentwickelt. Die zahllosen Beiträge aus Journalismus und Wissenschaft zu Anwendungen, erkenntnistheoretischen Fragen, Kompetenz, Ökonomie und Ethik im Zusammenhang mit dem Begriff „Big Data“ unterlegen diese Beobachtung.

Vor allem die Begriffe Datenjournalismus und Roboter-Journalismus sind zu regelrechten Stellvertretern für den Diskurs stilisiert wurden. Neben diesen prominenten Schauplätzen haben sich vielfältige Anwendungen für die verfügbaren Datenmengen herauskristallisiert. Immens ist beispielsweise der Einfluss rechnergestützter Recherchemöglichkeiten, welche die Überprüfung von Fakten und Hintergründen wesentlich beschleunigen.

„Big Data“ ist ein Oberbegriff für Anwendungen und Technologien geworden, die uns erlauben bedeutungstragende Strukturen aus riesigen, unübersichtlichen Datenmengen zu gewinnen. Viele geeignete Verfahren, Datenstrukturen und Algorithmen stehen als Open-Source-Software einem breiten Anwenderkreis zur Verfügung. Unter ökonomischen und qualitativen Gesichtspunkten ist der Einsatz von rechnergestützten Prozessen im Journalismus mit wesentlichen Wettbewerbsvorteilen verbunden. Der Beitrag zeigt grundlegende Verarbeitungskonzepte anhand des Yahoo News Annotated Comments Corpus.