Umgang mit verschiedenen Quellentypen in Zotero
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Umgang mit verschiedenen Quellentypen in Zotero
In diesem Screencast beschäftigen wir uns mit dem Anlegen verschiedener spezieller Quellentypen als Einträge in Zotero. Wir schauen uns folgende Typen von Quellen genauer an:
Sammelwerke und einzelne Beiträge aus Sammelwerken, Zeitschriftenaufsätze beziehungsweise -Artikel, Hochschulschriften zum Beispiel Dissertationen und Websites.
Sammelwerke
Ich möchte für mein Kapitel „Windenergie“ ein Buch als Eintrag in Zotero aufnehmen und benutze dazu den Zauberstab „Eintrag per Identifier hinzufügen“. Die bibliographischen Daten werden übernommen: Böhmer, Till, und Christoph Weißenborn, Hrsg. Erneuerbare Energien: Perspektiven für die Stromerzeugung. 2. Auflage. Energie im Dialog 3. Frankfurt am Main Berlin Heidelberg Bonn: EW Medien und Kongresse GmbH, 2009. Die Eintragsart „Buch“ ist korrekt, aber in diesem Fall handelt es sich um einen speziellen Publikationstyp: ein Sammelwerk.
Was ist ein Sammelwerk?
In einem Sammelwerk sind einzelne, klar voneinander abgegrenzte Beiträge verschiedener Autoren in einem Band enthalten. Das erkennt man besonders im Inhaltsverzeichnis. Zotero hat das Inhaltsverzeichnis automatisch gefunden und als PDF-Datei an den Eintrag angehängt. Über den Pfeil neben dem Eintrag, können Sie angehängte Dateien ausklappen und mit einem Doppelklick öffnen. Oder Sie wählen den Eintrag an und navigieren in der rechten Spalte „Infos“ zu „Anhang“. Schauen wir einmal hinein. Im Inhaltsverzeichnis wird deutlich, dass es mehrere klar voneinander abgegrenzte Beiträge gibt, die von verschiedenen Autoren verfasst wurden: beispielsweise. der erste Beitrag von Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe und der dritte Beitrag von Jens Drillisch. Jeder dieser Autoren hat nur einen einzelnen Beitrag in diesem Sammelwerk verfasst und zeichnet sich nicht für den vollständigen Inhalt dieses Sammelwerks verantwortlich.
Warum ist die Bestimmung des Buches als Sammelwerk wichtig? Dies ist wichtig für die korrekte Zitation eines Beitrags aus diesem Sammelwerk. Zotero gibt sonst die Herausgeber dieses Sammelwerkes, Till Böhmer und Christoph Weißenborn, die die Beiträge der Autoren lediglich zusammengetragen aber nicht verfasst haben, fälschlich als Autoren an. Sie sind aber keine Autoren, sie haben lediglich die Beiträge verschiedener Autoren zusammengetragen. Dieses Feld „Autor“ muss bei diesen beiden Personen jeweils geändert werden. Gehen Sie in der Info-Spalte auf „Autor“ und ändern Sie die Feldbezeichnung zu „Herausgeber“.
Einzelne Beiträge aus einem Sammelwerk anlegen
Nun möchte ich einen Beitrag aus diesem Sammelwerk als Quelle zu meiner Arbeit benutzen, nämlich den dritten Beitrag: „Erneuerbare Energien in ausgesuchten Ländern und Regionen“ von Jens Drillisch. Hierzu muss ein neuer Eintrag angelegt werden. Machen Sie einen Rechtsklick auf das Sammelwerk und gehen Sie auf „Buchteil erstellen“ oder öffnen Sie das Kontextmenü zum Beitrag über die Menütaste oder Shift und F10. Hier sind die Angaben zum Sammelwerk, in dem dieser Beitrag enthalten ist, schon übernommen und es müssen lediglich die Angaben zum Beitrag ergänzt werden. Der Titel ist „Erneuerbare Energien in ausgesuchten Ländern und Regionen“. Der Autor des Beitrags muss ebenfalls ergänzt werden. Fügen Sie dazu eine neue Zeile hinzu, unter den Herausgebern. Tragen Sie den Autor ein. Ändern Sie dann die Bezeichnung der neuen Zeile von „Herausgeber“ zu „Autor“ und verschieben Sie den Autor nach oben über die Herausgeber, damit er an die erste Stelle gerückt wird. Klicken Sie dazu auf das Feld „Autor“ und auf „nach oben verschieben“. Diese Funktion ist wichtig, damit der Autor beim Zitieren zuerst genannt wird und nicht etwa die Herausgeber. Diese Funktion ist auch wichtig, falls Autoren einmal in der falschen Reihenfolge übernommen werden sollten, denn sie müssen in die Reihenfolge gebracht werden, in der sie auf dem Titelblatt angegeben sind. Nun müssen Sie noch die Seiten angeben, auf denen der Beitrag enthalten ist. Geben Sie bei „Seitenzahl“ nur den Zahlenbereich von bis ein ohne die Abkürzung S. für Seite, in diesem Beispiel 53-68.
Wenn Sie Beiträge aus Sammelwerken als Quelle nutzen wollen, legen Sie immer zuerst das Sammelwerk als Buch an, dann im Anschluss den einzelnen Beitrag als Buchteil. Denn Beiträge aus Sammelwerken müssen als eigenständige Quelle im Literaturverzeichnis aufgeführt werden. Beim Vollbeleg im Literaturverzeichnis erscheinen zuerst die Angaben zum einzelnen Beitrag und dann die Angaben zum Sammelwerk, in dem der Beitrag enthalten ist. Das kann dann so aussehen: Drillisch, Jens. 2009. „Erneuerbare Energien in ausgesuchten Ländern und Regionen“. In: Erneuerbare Energien: Perspektiven für die Stromerzeugung, herausgegeben von Till Böhmer und Christoph Weißenborn, 2. Auflage., 53–68. Energie im Dialog 3. Frankfurt am Main: EW Medien und Kongresse.
Wenn Sie das Sammelwerk nicht zuerst als Eintrag in Zotero anlegen, kann Zotero die nötigen Angaben zum Sammelwerk nicht zum Beitrag zuordnen und aus diesen Angaben kann Zotero dann auch nicht den Vollbeleg im Literaturverzeichnis zusammenbauen.
Für weitere Beiträge aus demselben Sammelwerk kann man dann auch den bereits angelegten „Buchteil“ duplizieren, dann ist die Eintragsart schon richtig eingestellt. Dies funktioniert ebenfalls über das Kontextmenü zum als Eintrag aufgenommenen Buchteil.
Zeitschriftenartikel
Möchten Sie einen Zeitschriftenartikel als Eintrag in Zotero aufnehmen, funktioniert dies in der Regel einfach mit dem Zotero Connector. Ich möchte gerne diesen Zeitschriftenartikel als Quelle für meine Arbeit nutzen: „An Optimized Transformerless Photovoltaic Grid-Connected Inverter“. Klicken Sie einfach das Connector-Symbol an. Wählen Sie die gewünschte Sammlung oder Untersammlung aus, zu der die Quelle zugeordnet werden soll und klicken Sie auf „erledigt“. Die Übernahme der bibliographischen Daten in Zotero erfolgt. Das funktioniert, weil der Zeitschriftenartikel eine DOI hat, den Digital Object Identifier. Diese Identifikationsnummer identifiziert den einzelnen Aufsatz. Mit der DOI sind alle bibliographischen Angaben zum elektronischen Dokument verknüpft. Eine DOI ist außerdem eine persistente Adresse. Das heißt, sie ist dauerhaft gültig und die bibliographischen Daten sowie die Seite, über die das elektronische Dokument zugänglich ist, sind auch in Zukunft über die DOI abrufbar. Eine DOI ist also eine zitierfähige Adresse, die sie angeben können, wenn Sie ein elektronisches Dokument als Quelle verwenden. Zum Vergleich: Die ISSN identifiziert nur die Zeitschrift, in der der Aufsatz enthalten ist. Über die ISSN würden nur die bibliographischen Daten der Zeitschrift geladen werden, nicht aber die Daten zum Aufsatz selbst, wie Autor und Titel.
Für gedruckte Zeitschriftenartikel gibt es jedoch keine DOI, da diese, wie erwähnt, ausschließlich ein Identifier für elektronische Dokumente ist. Möchten Sie einen gedruckten Zeitschriftenartikel als Quelle nutzen, müssen Sie den Eintrag dazu per Hand in Zotero eingeben, über das Plus „Neuer Eintrag“. Wählen Sie als Eintragsart „Zeitschriftenartikel“. Neben den Angaben zum Artikel: Autoren, Titel, Seitenzahl, machen Sie dabei unbedingt folgende Pflichtangaben zur Zeitschrift:
Titel der Zeitschrift, in Zotero steht er bei „Publikation“.
Jahrgang der Zeitschrift. Damit ist die Zählung des Jahrgangs gemeint, auf Englisch Volume. Die Jahrgangszählung tragen Sie in Zotero bei „Band“ ein.
Die Heftnummer, auf Englisch Issue. Diese tragen Sie in Zotero bei „Ausgabe“ ein.
Das Erscheinungsjahr im jeweiligen Jahrgang tragen Sie bei „Datum“ ein.
Sollte der Verlag der Zeitschrift keine Jahrgangszählung führen, können Sie das Feld „Band“ freilassen.
Hochschulschriften
Diese Habilitation „Energieeffizienz und erneuerbare Energien in der Golfregion“ findet man über den sächsischen Hochschulschriftenserver Qucosa. Qucosa ist übrigens frei im Internet zugänglich. Hier finden Sie zahlreiche Volltexte von sächsischen Wissenschaftseinrichtungen, zum Beispiel von Universitäten, Fachhochschulen und Forschungsinstituten. Dass es sich um eine Habilitationsschrift handelt, erkenne ich in den bibliographischen Daten. Diese Habilitation möchte ich nun als Quelle für meine Arbeit benutzen. Auch in diesem Fall kann der Zotero-Connector genutzt werden. Nun muss ich mir wieder die bibliographischen Daten genauer ansehen und ggf. korrigieren oder ergänzen. Als Eintragsart steht dort „Zeitschriftenartikel“. Dies ist nicht korrekt. Dissertationen und Habilitationen haben eine eigene Eintragsart: „Dissertation“. Beim Autor sind akademische Grade und Titel angegeben. Diese sollten im Feld „Autor“ nicht erscheinen und müssen gelöscht werden. Es wird nur der Name angegeben. Bei „Art“ wird die Art der Schrift eingetragen, in diesem Fall Habilitation. Die Universität, an der diese Habilitation eingereicht wurde, ist die Technische Universität Chemnitz, der Ort der Hochschule ist Chemnitz und das Datum der Habilitation ist schon richtig übernommen worden. Nun müssen Sie noch die Seitenzahl angeben. Diese finden Sie entweder in den bibliographischen Daten oder im PDF-Dokument selbst. Die komplette Habilitationsschrift als PDF-Datei können Sie an Ihren Eintrag in Zotero anhängen. Klicken Sie über der geöffneten PDF-Datei in Ihrem Browser auf das Connector-Symbol und auf „erledigt“. Auch in diesem Fall sollten Sie wieder darauf achten, dass zuvor in Zotero der richtige Eintrag, zu dem das PDF-Dokument gehört, ausgewählt ist. Die PDF-Datei hängt nun am Eintrag in Zotero und Sie können diese direkt aus Ihrer Bibliothek heraus aufrufen.
Die Eintragsart „Dissertation“ ist dann sinnvoll, wenn die Arbeit nicht in einem Verlag veröffentlicht wurde, sondern zum Beispiel über den Publikationsserver einer Universität oder auf einem hochschulübergreifenden Publikationsserver wie Qucosa. Wenn die Arbeit jedoch als Buch in einem Verlag erschienen ist mit ISBN, dann wählen Sie die Eintragsart „Buch“.
Websites
Mit dem Zotero-Connector lassen sich auch Website-Texte als Eintrag in Zotero aufnehmen, so wie beispielsweise diese Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Merkel zum Thema „Erneuerbare Energien“. Klicken Sie das Connector-Symbol an und wählen Sie die entsprechende Sammlung oder Untersammlung aus. Sollte das Connector-Icon in der Menüzeile Ihres Browsers einmal nicht funktionieren, machen Sie einen Rechtsklick in den Website-Text beziehungsweise öffnen Sie das Kontextmenü zum Websitetext und gehen Sie auf „Save to Zotero (with Snapshot)“. Dann wird gleichzeitig ein Snapshot der Seite angelegt und Sie können den Inhalt der Seite immer wieder aufrufen, auch, wenn sich die Website inzwischen geändert haben sollte. In Zotero erscheint neben dem neuen Eintrag mit der Eintragsart „Website“ ein Pfeil. Wenn Sie auf den Pfeil klicken, sehen Sie, dass an dem Eintrag ein Snapshot hängt. Mit einem Doppelklick können Sie den Snapshot öffnen.
Bei der Eintragsart „Website“ gilt es, so viele Angaben wie möglich zu ermitteln. Was nicht ermittelbar ist, muss man freilassen. Das Datum dieser Regierungserklärung ist 2011. Das Feld „Autor“ ist bisher noch frei. Nun müssen Sie prüfen, ob ein Autor ermittelbar ist. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hat diese Regierungserklärung zwar gehalten, höchstwahrscheinlich jedoch nicht selbst geschrieben. Es sind jedoch keine Angaben zum Autor zu finden. Der Eintrag Autor darf bei Websites aber nicht frei bleiben. Wenn kein Autor des Websitetextes ermittelbar ist, muss eine verantwortliche Person oder Institution für die Inhalte der Website ermittelt werden. Eine verantwortliche Person oder Institution für den Inhalt finden Sie mit einem Blick ins Impressum. Hier finden Sie Angaben zum Anbieter. Der Anbieter ist das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung. Diese Institution tragen Sie in das Feld „Autor“ ein. Lässt sich keine verantwortliche Person oder Institution ermitteln, ist die Seite ohnehin unseriös und nicht zitierwürdig.
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