Patrick Marschner: Das Grundgesetz aus dem Blickwinkel der Ethik
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Seit Mai 1949 ist das Grundgesetz das Fundament der deutschen Demokratie. Als Verfassungstext ist es unzählige Male unter politikwissenschaftlichen, juristischen und historischen Fragestellungen erforscht worden. Das Grundgesetz hat sich in den letzten 66 Jahren als praktisch erwiesen. Es hat dazu beigetragen, eine stabile Gesellschaft zu formen und zu erhalten – auch angesichts vieler schwieriger Situationen, in denen sich die Deutschen seither befanden.
Gleichwohl kann man das Grundgesetz auch auf seine ethischen Elemente hin untersuchen. Die Ethik, als Teil der "Praktischen Philosophie", befasst sich mit dem Handeln des Menschen und mit den Ursachen für dieses Handeln, quasi mit den innermenschlichen Empfindungen und Bestrebungen. Aus der Perspektive dieser innermenschlichen Triebfedern kann man einige Passagen des Grundgesetzes ergründen. Wir erkennen also hier und da auch das Menschliche, welches hinter dem Grundgesetz steht. Ein Urteil über diesen Verfassungstext lässt sich also nicht nur anhand historischer Erfahrungen bilden, sondern auch anhand seiner Passgerechtigkeit gegenüber uns Menschen als ethische Wesen.
Wie sind Formulierungen des Grundgesetzes hinsichtlich solcher Begriffe wie "Freiheit", "Menschenwürde", "Pflicht" und "staatlicher Gewalt" aus Sicht der Ethik zu verstehen? Erkennen wir uns als handelnde und empfindende Wesen in manchen Paragraphen sogar wieder? Unter dem Einfluss welcher philosophischen Schulen steht das Grundgesetz?
Andere Medien im Kanal "Ringvorlesung 26WS: "Demokratie - Perspektiven aus dem WS 2015/2016 neu bewertet""
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