Clever Recherchieren in Datenbanken
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Clever Recherchieren in Datenbanken
Was finde ich eigentlich in Datenbanken?
Der Bibliothekskatalog kann ein guter Einstieg in die Recherche sein. Dort finde ich unter anderem Bücher und auch eine Vielzahl an Zeitschriftenartikeln im Volltext. Zahlreiche Inhalte und Informationen finde ich dort jedoch nicht. Eine thematisch tiefgreifende Recherche ist in Datenbanken möglich.
Dort finde ich unter anderem
- Statistiken
- Unternehmenskennzahlen und Firmenprofile
- Normen, Richtlinien, technische Arbeitsblätter und Regeln
- eine weitaus größere Anzahl von Artikeln als im Bibliothekskatalog – sowohl elektronische als auch gedruckte Artikel.
Datenbanken verzeichnen auch die Inhalte gedruckter Zeitschriften und Sammelwerke und machen sie damit leicht durchsuchbar und auffindbar. Um thematisch passende Artikel in gedruckten Zeitschriften oder Sammelwerken zu finden, müsste ich die Ausgaben aus den Regalen in der Bibliothek nehmen und sie mühselig durchstöbern. Datenbanken verzeichnen wie erwähnt auch die einzelnen Artikel in gedruckten Zeitschriften und Sammelwerken und ermöglichen es mir somit, mit wenigen Klicks und Suchanfragen herauszufinden, ob passende Artikel zu meinem Thema in einer Printzeitschrift enthalten sind.
Datenbanktypen
Es gibt verschiedene Datenbanktypen. Die wichtigsten beziehungsweise häufigsten sind: Volltextdatenbanken, bibliographische Datenbanken und Faktendatenbanken. Häufig treten auch Mischformen zwischen diesen Datenbanktypen auf.
Bibliographische Datenbanken enthalten Literaturnachweise unter anderem zu Büchern und Aufsätzen. Dort finden Sie bibliographischen Angaben zur Quelle. Die Quelle selbst, also der Volltext, ist jedoch nicht enthalten. Eine anschließende Suche nach der Quelle selbst ist erforderlich, zum Beispiel in Bibliothekskatalogen, anderen Datenbanken und Suchmaschinen.
Volltextdatenbanken bieten Zugriff auf bibliographische Daten sowie den Volltext der angegebenen Quelle. Häufig ist der gesamte Volltext der Quelle über die Datenbank durchsuchbar.
Faktendatenbanken enthalten Primärinformationen wie statistische Daten, chemische Formeln oder Ähnliches.
Die Passende Datenbank finden
Wie finde ich überhaupt die passende Datenbank für meine Recherche?
Dabei hilft das Datenbankinfosystem DBIS weiter. Sie finden DBIS über die Bibliothekswebsite, über den Menüpunkt Recherche, Nach Medien suchen, Datenbanken. Dort finden Sie den Link zu DBIS. In DBIS weisen Bibliotheken aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Datenbankangebote nach sowie frei im Internet zugängliche Datenbanken.
Auf der Startseite von DBIS sehen Sie einen einfachen Suchschlitz. Sie können dort Stichworte eingeben, zum Beispiel Sozialwissenschaften. Durchsucht werden alle Felder der Datenbankbeschreibung, zum Beispiel Titel der Datenbank, Fachgebiet und so weiter. Als Ergebnis erhalten Sie eine alphabetisch geordnete Liste von Datenbanken, die Sie gegebenenfalls weiter einschränken können, etwa nach Datenbanktyp, zum Beispiel Volltextdatenbank, in den Filtern links. Die Zugriffsmöglichkeiten zu den Datenbanken sind in DBIS mit einem Ampelsystem gekennzeichnet.
- Grün markierte Datenbanken sind frei im Internet zugänglich.
- Gelb markierte Datenbanken sind von der HTWK-Bibliothek lizenziert und im Campusnetz der HTWK zugänglich – also, wenn man mit dem Hochschul-W-LAN Eduroam verbunden ist oder an einem Rechnerarbeitsplatz in den HTWK-Gebäuden arbeitet.
Zum Beispiel die WISO-Datenbank, was für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften steht. Wenn Sie innerhalb des Campusnetzes der HTWK arbeiten, wählen Sie „Zugriff im Hochschulnetz“. Wenn Sie sich außerhalb der Hochschule befinden, finden Sie darunter in der Regel weitere Zugangsmöglichkeiten, zum Beispiel über den Authentifizierungsdienst ezProxy. Nach Eingabe Ihres Hochschullogins sind Sie als Mitglied der Hochschule, in diesem Fall der HTWK, authentifiziert und haben Zugriff auf die von der HTWK lizenzierten Inhalte. Die Zugriffsmöglichkeiten außerhalb des HTWK-Campus gibt es nur für Angehörige der HTWK. Die Zugangsmöglichkeiten für HTWK-Angehörige und Anleitungen für den Zugriff von außerhalb der HTWK finden Sie auf der Bibliothekswebsite unter anderem im Menüpunkt „Medien Online nutzen“. - Rot markierte Datenbanken sind nicht zugänglich. Die HTWK hat keinen Zugang dazu erworben. Daher ist diese Option zunächst nicht ausgewählt. Ich wähle die Option an. Wenn Sie wissen möchten, in welcher Bibliothek die Datenbank verfügbar ist, gehen Sie in die Detailanzeige, in meinem Beispiel bei ProQuest Social Sciences und klicken Sie auf „Diese andere Organisationen haben eine Lizenz“.
Ich gehe zurück in die Ergebnisliste und wähle die Option „Nicht an meiner Einrichtung verfügbar“ wieder ab.
Sie können in DBIS aber auch gezielt nach Datenbanken suchen, die Ihre Anforderungen erfüllen, über die Erweiterte Suche. Zur Erweiterten Suche gelangen Sie über die Startseite von DBIS. Hier können Sie festlegen, wo Ihre Suchbegriffe vorkommen sollen und weitere Kriterien auswählen, zum Beispiel: Verfügbarkeit, Fachgebiet und Datenbanktyp.
Einen Überblick darüber verschaffen, welche Datenbanken es in Ihrem Fachgebiet überhaupt gibt, können Sie über den oberen Menüpunkt „Fachgebiete“. Sie gelangen zu einer Fächerübersicht und können das jeweilige Fachgebiet auswählen, zum Beispiel Technik. Es werden 170 Datenbanken angezeigt.
DBIS eignet sich vor allem für die Suche nach Datenbanken aus Fachgebieten, die an der HTWK nicht oder nur eingeschränkt vertreten sind. Bspw. wurde an der HTWK eine Masterarbeit über den 3D-Druck von Knochengewebe verfasst. Entsprechend brauchte der Verfasser frei zugängliche Volltextdatenbanken aus den Fachgebieten Biotechnologie, Medizin. Über die DBIS-Suche sind wir auf die Datenbank Europe PubMed Central gestoßen und konnten darin tatsächlich frei verfügbare Fachartikel zum Thema ermitteln.
Fachspezifische Datenbankübersicht auf der Bibliothekswebsite
Da in DBIS mehrere tausend Datenbanken nachgewiesen sind, kann die Suche darin nach der geeigneten Datenbank manchmal unübersichtlich werden. Wir haben eine Auswahl wichtiger Datenbanken für Sie schon auf unserer Website zusammengestellt. Im Menüpunkt Recherche, Fachbezogen informieren; finden Sie eine Fächerübersicht, die angelehnt ist an die Studiengänge der HTWK. Wählen Sie das passende Fachportal aus, zum Beispiel Bauwesen. Dort finden Sie eine Auswahl wichtiger Datenbanken speziell für dieses Fachgebiet.
Ausgewählte Datenbanken
Nun stelle ich Ihnen ausgewählte Datenbanken mit ihren Besonderheiten und speziellen Funktionen vor. Hier wird in der Regel jeder fündig, zum Beispiel die WISO Datenbank. Klicken Sie im Fachportal den Namen der Datenbank an und Sie gelangen dann auf die Überblicksseite zur Datenbank in DBIS. Starten Ihre Recherche über den jeweiligen Zugriffsweg.
WISO
WISO ist eine sehr umfangreiche Datenbank zu verschiedenen Fachdisziplinen, überwiegend angewandte Wissenschaften: zum Beispiel Wirtschaftswissenschaften, Sozialwissenschaften, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Recht und eine Vielzahl technischer Wissenschaften wie Energie- und Umwelttechnik, Chemie- und Biotechnik, Logistik, Maschinenbau und viele mehr. WISO ist nahezu multidisziplinär. Enthalten sind u.a. E-Books, Artikel aus Fachzeitschriften, Presseartikel, Firmeninformationen, Marktdaten und Personeninformationen. Die enthaltenen Fachzeitschriften sind in der Regel sehr praxisbezogen, aber in den Sozialwissenschaften sind auch einige wissenschaftliche Fachzeitschriften sind vertreten.
Ich recherchiere zum Thema Kinderarmut und suche in der einfachen Suche: Kinderarmut.
In der Trefferliste sind überwiegend Artikel aus Tages- und Wochenpresse enthalten. Zum Volltext gelangen Sie, indem Sie den Titel anwählen und können dann die PDF herunterladen. Angezeigt wird zunächst die Textversion des Artikels. Um den Artikel im vollständigen Layout mit allen Abbildungen und so weiter zu erhalten, wählen Sie „Ganzseiten PDF“. Zurück zur Trefferliste.
Presseartikel kommen als Belege für fachlich-wissenschaftliche Informationen in einer akademischen Arbeit zwar nicht in Frage, Presseartikel können aber dennoch sinnvolle oder interessante Quellen sein, zum Beispiel um einen Überblick über die mediale Berichterstattung und öffentliche Meinung zu einem Thema zu erhalten, die Relevanz des Themas anhand der medialen Präsenz zu betonen oder Aussagen von Politikern und anderen Personen des öffentlichen Lebens zum Thema zu finden.
Fachliche und wissenschaftliche Informationen finde ich dann eher über den Filter Fachzeitschriften.
Einige Artikel in der Trefferliste sehen vielversprechend aus, andere erscheinen mir weniger relevant, etwa „Patientensicherheit“. Diese Ergebnisse werden angezeigt, da WISO nicht nur die bibliographischen Daten zu Artikeln, Büchern u.a. Medien durchsucht, sondern auch die Volltexte selbst. Deshalb werden manchmal gehäuft Artikel angezeigt, die gar nicht relevant für mich sind, weil die Suchbegriffe dort nur beiläufig im Text oder Fußnoten und Quellenangaben erwähnt werden. Bei recht allgemeinen Suchanfragen, wie meiner, kann es deshalb sinnvoll sein, die Ergebnisse über die Erweiterte Suche einzugrenzen, zum Beispiel den Suchbegriff im Titel einzugeben. Somit finde ich Artikel, in denen mein Thema wirklich umfassend beleuchtet und nicht nur beiläufig irgendwo erwähnt wird. Gegebenenfalls kann ich die Fachzeitschriften weiter nach relevanten Fachgebieten einschränken, zum Beispiel Soziologie, Pflege, Gesundheit, Wirtschaft, BWL und andere relevante Fachgebiete.
WISO bietet neben Artikeln und E-Books auch zahlreiche Wirtschaftsdaten, die Sie über verschiedene Facetten herausfiltern können. Ich löse eine neue Suche aus. Mit einem Klick auf das WISO-Icon habe ich alle bisher eingestellten Filter wieder gelöscht. Ich recherchiere zum Thema Fernwärmenetze und suche in der einfachen Suche: Fernwärme. Im Filter Marktdaten finden Sie zum Beispiel Branchenberichte. Über den weiteren Filter „Quellen“ und zum Beispiel Branchenwissen. Hier finden Sie Berichte aus dem In- und Ausland über die Entwicklung verschiedener Wirtschaftszweige. Über „Firmen“ finden Sie u.a. Profile von Firmen, die Dienstleistungen im jeweiligen gesuchten Bereich anbieten und Sie finden dort Unternehmenskennzahlen wie Jahresabschlüsse und Bilanzen.
Statista
Eine weitere Datenbank, die für alle Fachgebiete nützlich sein kann, ist Statista. Bei fachbezogen Informieren auf unserer Website finden Sie Statista in allen Fachgebieten. Sie ist, wie der Name schon sagt, eine multidisziplinäre Datenbank für statistische Daten. Die Daten sind meist in Diagrammen oder Infografiken aufbereitet. Wenn Sie also abstrakte Daten und komplexe Sachverhalte visualisieren wollen, sind Sie bei Statista genau richtig. Hier können Sie Fakten ermitteln wie Studien- und Umfrageergebnisse, Unternehmensumsätze, Marktanteile, Branchenkennzahlen und vieles mehr.
Ich recherchiere wieder zum Thema Jugendkriminalität und suche in der einfachen Suche mit dem Begriff Jugendkriminalität.
Die blau gekennzeichneten Treffer sind einzelne Statistiken. Mit einem Klick auf den Titel geht es zur einzelnen Statistik, wie dieser: „Straftatverdächtige junge Menschen in Deutschland bis 2024“. Diese Statistik visualisiert bspw. einen zeitlichen Verlauf. Die Statistik können Sie über die Download-Funktion als PDF-Datei oder als Bilddatei herunterladen und in ihre eigene Arbeit einbinden. Zurück zur Trefferliste.
Über Topics erhalten Sie Statistiken zu einem Thema gebündelt, zum Beispiel Jugendkriminalität in Deutschland - Daten & Fakten. Das große Thema ist wiederum in kleinere Themenblöcke gegliedert, hier beispielsweise in die Themenblöcke Tatverdächtige, Straftaten und weitere Blöcke.
Betrachten wir uns eine weitere Statistik: „Straftatverdächtige Jugendliche in Deutschland nach Straftatengruppen 2024“. Die Details enthalten Angaben zur Entstehung der Statistik, zum Beispiel die hier erfassten Altersgruppen und die Region und den Erhebungszeitraum. Weiter unten finden Sie weitere Details zur Statistik, zum Beispiel zu den abgebildeten und erfassten Daten oder unter anderem auch zur Methodik, damit Sie die Daten besser einordnen können. Bei Umfragen enthalten die Details beispielsweise Angaben darüber, welche Personen wann, über welchen Zeitraum, mit welcher Methodik befragt wurden.
Bei Quelle ist angegeben, wer der Urheber der Statistik ist. Hier finden Sie über den Herkunftsverweis oft den Link zur Originalquelle aus der die Statistiken entnommen wurden, zum Beispiel Veröffentlichungen von Behörden oder Studien. Wenn dieser Link funktioniert und die Originalquelle zugänglich ist, zitieren Sie die Originalquelle und geben die Seite, auf der die Statistik zu finden ist, an.
Ist die Originalquelle nicht zugänglich, wie in meinem Fall, zitieren Sie die Statistik aus Statista heraus. Die Datenbank hilft Ihnen dabei weiter. Über die Anführungszeichen wird der Vollbeleg für das Literaturverzeichnis in verschiedenen gängigen Zitationsstilen angeboten.
Zwei Schritte zurück, raus aus den Topics. Statista bietet außerdem zahlreiche Filterfunktionen zum Beispiel nach Content-Typ, Sprache, nach Orten z-B. Ländern und Regionen oder nach Branchen.
Scopus
Eine Datenbank für alle Fachgebiete, die viel mehr kann, als nur Literatur nachzuweisen, ist Scopus. Auch diese Datenbank finden Sie in Fachbezogen informieren bei jedem Fachgebiet. Sie ist eine multidisziplinäre Datenbank mit bibliographischen Nachweisen für wissenschaftliche Publikationen weltweit, teilweise mit Verlinkungen zu Volltexten. Vor allem englischsprachige Artikel sind enthalten. Diese Datenbank hilft, maßgebliche Publikationen und grundlegende Forschungsliteratur zu einem Thema zu finden. Eine Suche in Scopus kann zum Beispiel auch sinnvoll für sehr spezielle Themengebiete sein, zu denen in Deutschland wenig, aber in anderen Ländern viel publiziert worden ist.
Ich bin auf der Suche nach Literatur zum Thema Nachhaltige Verpackung und Alternativen zu Plastik und suche mit den Begriffen: plastic packaging sustainability. Suchbegriffe in Englisch werden empfohlen, aber teilweise ist die Literatur auch mit deutschen Suchbegriffen auffindbar.
Die angezeigte Literatur ist nach Datum sortiert. Brandaktuelle Artikel aus diesem Jahr werden zuerst angezeigt.
Scopus bietet den Vorteil, dass ich die Literatur auch nach Zitierhäufigkeit anzeigen lassen kann über die Sortierung Sort by, Cited by highest. Die am häufigsten zitierte Literatur wird nun zuerst angezeigt. Somit kann ich maßgebliche Literatur wie Artikel, Studien und Forschungsberichte finden, welche die Forschung, die Lehrmeinung oder den Kenntnisstand zu einem Thema stark beeinflusst haben, die hohe Beachtung erfahren haben und die heute noch immer wieder zitiert werden. Ich finde zum Beispiel einen Artikel über Plastikmüll und Entsorgung im Sinne der ökologischen Nachhaltigkeit: „Plastic waste an ist management strategies for environmental sustainability”, der schon 559 Mal zitiert wurde.
Indem ich den Titel anwähle, gelange ich zu den bibliographischen Daten. Vollständig finde ich die bibliographischen Daten unter „Show all information“. Unter dem Reiter „Cited by“ kann ich die Publikationen ermitteln, in denen dieser Artikel zitiert wird. So kann ich ausschließen, dass die Autoren sich nicht nur immer wieder selbst in neueren Publikationen zitiert haben.
In Scopus sind Publikationen nur nachgewiesen. Den Volltext muss ich mir noch beschaffen. Dabei kann mir der Link „View PDF“ weiterhelfen oder auch der Link „Full Text“ und „View at publsiher“. Der Link „View at publisher“ führt zum Anbieter des elektronischen Volltextes. Häufig habe ich Glück und der Link führt zu einem Open Access-Angebot, was frei zugänglich ist, oder zu einem von meiner Bibliothek lizenzierten und damit zugänglichen Angebot.
In Scopus kann ich übrigens auch gezielt nach Open Access Publikationen, also kostenfrei zugänglichen Publikationen, filtern. Der Filter befindet sich ganz unten.
Weitere Möglichkeiten von bibliographischen Nachweisen zum Volltext zu gelangen
Weitere Möglichkeiten von rein bibliographischen Nachweisen zum Volltext zu gelangen, sind folgende:
Wenn Sie den Nachweis zu einem Buch finden, das Sie interessiert, suchen Sie im Katalog Ihrer Bibliothek, zum Beispiel im Katalog der Bibliothek der HTWK, nach dem Buch, etwa mittels Autor und Titel oder mit der ISBN des Buches.
Oft sind in Datenbanken auch einzelne Kapitel aus Büchern nachgewiesen. Dies kann man häufig an einer gesonderten Kennzeichnung erkennen, wie in Scopus zum Beispiel als Book Chapter, in den Filtern Document Type.
Bei Zeitschriftenartikeln, suchen Sie in der Regel nach der Zeitschrift, in der der Artikel enthalten ist. Die verschiedenen Möglichkeiten, gezielt Zeitschriftenartikel zu finden, erfahren Sie im Video „ZEITSCHRIFTENARTIKEL - ELEKTRONISCHE UND GEDRUCKTE VOLLTEXTE FINDEN“.
Ist das Buch oder der Artikel nicht über die eigene Bibliothek zu beziehen, suchen Sie in einer anderen Bibliothek vor Ort oder bestellen Sie das Buch oder den Artikel aus einer anderen Bibliothek in Deutschland über die Fernleihe. Wie das funktioniert, erfahren Sie unter anderem über unsere Website, Menüpunkt Ausleihe und Nutzung, Aus anderen Bibliotheken leihen.
Recherche mit KI am Beispiel Scopus AI
Scopus bietet ein Recherche-Tool, das mit künstlicher Intelligenz arbeitet: Scopus AI. Es ist direkt in die Datenbank integriert und über die Scopus-Startseite in einem eigenen Reiter „Scopus AI“ zu finden.
Man kann einfach seine Forschungsfrage in natürlicher Sprache stellen. Meine Frage lautet: How effective are 13-hour working days? Name advantages and disadvantages.
Scopus AI wertet alle verfügbaren Abstracts der in Scopus verzeichneten Quellen ab Erscheinungsjahr 2003 oder aktueller aus und liefert als Ergebnis die Quellen, die die gestellte Frage beantworten. In den Copilot Steps finden Sie die Suchbegriffe, mit denen die KI gesucht hat. Man erkennt, dass gleichzeitig mit Syonymen, Ober- und Unterbegriffen und verwandten Begriffen gesucht wurde, beispielsweise mit „working hours“, „workday“, „productivity“, „work-life-balance“ oder „workload“. Der Vorteil von Scopus AI ist die qualitativ hochwertige und relativ aktuelle Datenbasis. Scopus nutzt auch lizenzpflichtige Literatur von Fachverlagen und Quellen in Scopus sind seriös, da bei der Quellenauswahl in Scopus eine Vorauswahl getroffen wurde. Es werden nur geprüfte Quellen in Scopus aufgenommen und keine Fake- oder Predatory Journals und Open Access Quellen werden nur aufgenommen, wenn sie ein Review-Verfahren durchlaufen haben. Im Gegensatz dazu nutzen freie AI-Tools auch Preprint-Server, also Vorveröffentlichungen, in denen noch keine Qualitätsprüfung stattgefunden hat und manche AI-Tools nutzen nur Open Access Quellen und keine lizenzpflichtige Literatur von Fachverlagen.
Eine Suche und Ergebnisausgabe ist auch auf Deutsch möglich. Beispiel: Was sind die wichtigsten nachhaltigen Baustoffe? Nenne ihre Vor- und Nachteile. Antworte auf Deutsch. Empfohlen werden jedoch Suchanfragen auf Englisch, da diese geringfügig bessere Ergebnisse generieren, zum Beispiel ein paar Quellen mehr liefern.
Recherche in Verlagsportalen
Zum Schluss noch ein abschließender Tipp, insbesondere für die Recherche nach relevanten Buchkapiteln. Auch auf verschiedenen Verlagsportalen, können Sie nach Literatur zu Ihrem Thema suchen. Verlagsportale lassen sich häufig ähnlich durchsuchen wie Fachdatenbanken.
Die HTWK-Bibliothek hat beispielsweise zahlreiche elektronische Medien vom Verlag De Gruyter Brill lizenziert. Dieser Verlag ist multidisziplinär aufgestellt. Um zur Verlagsplattform zu gelangen, können Sie einfach in einer Suchmaschine nach DeGruyter Brill suchen. Wenn Sie von außerhalb der HTWK zugreifen und mit VPN und Proxy-Verbindung authentifiziert sind, werden Sie sofort als HTWK-Mitglied erkannt und haben Zugriff auf alle lizenzierten Inhalte des Verlags.
Ich recherchiere zum Thema Fertighäuser und suche in der einfachen Suche: Fertighäuser. Über das Verlagsportal finden Sie nicht nur Bücher zum Thema, sondern auch Kapitel aus E-Books, die sich mit Ihrem Thema beschäftigen, beispielsweise das Kapitel „Die Stahlindustrie und das Bauen mit Fertigteilen als Fortschrittsversprechen in der späten Hochmoderne“. Der Vorteil daran ist, dass Kapitel über den Bibliothekskatalog häufig nicht gefunden werden. Außerdem finden Sie in Verlagsportalen E-Books und Kapitel, die noch gar nicht in unserem Katalog verzeichnet sind, wie dieses E-Books beispielsweise „Moderne Form – Neue Baustoffe“ was man, Stand November 2025, im HTWK-Bibliothekskatalog noch gar nicht findet, was aber bereits auf dieser Plattform zugänglich ist.
Auf Verlagsportalen kann es auch vorkommen, dass Sie auf Literatur stoßen, die nicht zugänglich ist. Be DeGruyter Brill ist sie mit einem geschlossenen Schloss und der Angabe „Nicht lizenziert“ gekennzeichnet. Das heißt, dass dieses E-Book, in dem dieses Kapitel vorkommt, nicht von der Bibliothek der Hochschule lizenziert worden ist und damit auch nicht zugänglich ist. Wenn Sie solche Treffer gar nicht erst sehen wollen, können Sie diese aus Ihrer Suche ausschließen, indem Sie den Filter „Zugang“, Filteroption „Alle zugänglichen Inhalte“ nutzen. Die meisten Verlagsportale arbeiten mit Kennzeichnungen für zugängliche und nicht-zugängliche Inhalte und bieten solche Filterfunktion.
Schauen Sie sich einmal auf den Verlagsportalen multidisziplinärer Fachverlage oder spezieller Fachverlage um. In der Liste der Verlagsportale auf unserer Seite „Medien Online“ nutzen, finden Sie eine breite Auswahl.
Weitere multidisziplinäre Fachverlag sind:
- Der Springer-Verlag, insbesondere für Technik, Informatik, Sozialwissenschaften.
- Und die utb eLibrary. Hier finden Sie auch sehr viele hilfreiche E-Books zum wissenschaftlichen Arbeiten und Schreiben.
- Für die Themengebiete Bauingenieurwesen und Naturwissenschaften können Sie zum Beispiel auf der Plattform vom Wiley Verlag, der Wiley Online Library, recherchieren.
- Für Technik, insbesondere Elektrotechnik, Maschinenbau, aber auch IT, Konstruktion oder Medientechnik können Sie in der Hanser eLibary recherchieren.
- Und für Sozialwissenschaften und Soziale Arbeit auf der Plattform Content Select. Hier sind viele sozialwissenschaftliche Fachverlage auf einer Plattform vertreten.
Zugangsmöglichkeiten von außerhalb des Campusnetzes also von zu Hause aus finden Sie auf unserer Bibliothekswebsite.
Zeit für ein Quiz
Nun wird es Zeit das neu erworbene Recherchewissen einmal zu testen. Den Link zum Quiz finden Sie unter folgender Internetadresse oder folgendem QR-Code. https://www.learningsnacks.de/share/377302/
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